FRAUENFUSSBALLTEAM DES FFV INGELHEIM II IST BEZIRKSLIGA-MEISTER!

Großwinternheim. Bereits in der ersten Saison, des 2025 gegründeten FFV Ingelheim, sicherten die Fußballerinnen der zweiten Mannschaft dem noch jungen Verein den ersten Titel der Vereinsgeschichte. Mit 3:0 wurde die Partie gegen die SG Kirn/ Kirn-Sulzbach II, am vergangenen Sonntag in Großwinternheim gewonnen und damit bereits am drittletzten Spieltag der Frauen-Bezirksliga Nord die Meisterschaft nach Ingelheim geholt. Auch die erste Mannschaft des FFV siegte in ihrem Heimspiel gegen den SV Ober-Olm II klar mit 9:0 und benötigt nun noch zwei Punkte aus drei Spielen, um die Meisterschaft der Landesliga Nord zu gewinnen.

Das Team des FFV II hat eine überragende Saison gespielt, alle acht Partien gewonnen und dabei 36:0 Tore erreicht. Das Trainerteam Marcus und Niklas Eitzenberger resümierten nach dem entscheidenden Sieg wie folgt: „Neu gegründeter Verein, neue Spielerinnen und veränderte Spielbedingungen haben uns als Trainerteam und Mannschaft über die Saison gefordert. Dank der guten Teamleistung, die sich von Spiel zu Spiel steigerte, konnten wir bereits drei Spieltage vor Saisonende die Meisterschaft für uns verdient gewinnen“. Auch die sonntägliche Partie gegen Kirn passt zu dieser Aussage bezüglich des Saisonverlaufs. Die Gäste konnten nur mit sieben Spielerinnen antreten, so dass sieben gegen sieben gespielt wurde, woran sich die FFV-Kickerinnen erst mal gewöhnen mussten. Doch die Ingelheimerinnen kämpften sich in die Partie und erlangten mit zunehmender Spielzeit die Spielkontrollen. Diana Kraus gelang dann nach einer tollen Kombination über Lena Schuck und Nora Abel das 1:0 (15.) und die Weichen waren damit auf Titel gestellt. Kirn blieb allerdings gefährlich und zwang die starke Lea Krupp im FFV-Tor zu drei tollen Paraden, die den Ausgleich verhinderten und für einen wackeligen 1:0-Pausenstand sorgten.

Nach dem Seitenwechsel bekam das FFV-Team mehr Spielkontrolle und erhöhte durch einen sehenswerten Fernschuss von Lea Rehn auf 2:0 (56.). Das brachte natürlich noch mehr Sicherheit, was sicherlich auch der Ingelheimer Spielerin Zoe Klumb half. Sie erklärte: „Ich bin heute deutlich besser ins Spiel gekommen, als bei meinem Einsatz im Hinspiel gegen Kirn. Von Anfang an habe ich mich auf dem Platz wohl gefühlt, auch wenn es ein sehr wichtiges Spiel war. Insgesamt hatte ich ein gutes Gefühl während der Partie und konnte meinen Teil beitragen. Es freut mich umso mehr, dass wir uns am Ende mit der Meisterschaft belohnt haben.“. Lena Schuck stellt dann noch auf 3:0 (76.), das Spiel war entschieden und die Kickerinnen des FFV II feierten beim Abpfiff lautstark mit Trainern und Fans den ersten Titel des FFV Ingelheim 2025.

Damit in der kommenden Woche direkt der zweite Titel des noch jungen Vereins eingefahren werden kann, musst im Anschluss an die Feierlichkeiten mit der zweiten Mannschaft, die erste FFV-Mannschaft ihre Landesliga-Partie gegen den viertplatzierten SV Ober-Olm II gewinnen und tat das souverän. Bereits nach 27 Sekunde spielte Innenverteidigerin Antonia Schön einen Diagonalball über die SV-Abwehr, den Stürmerin Annabel Rink aufnahm und zur frühen Führung einschob (1.). Die FFV-Kickerinnen kontrollierten die Partie, ohne dabei wirklich hohes Tempo gehen zu müssen. Dennoch erspielte sich der Spitzenreiter regelmäßig gute Torgelegenheiten, die durch Marie Assel (18., 75.), Larissa Mandel (21.), Julia Welsch (25., 30.), Rink (48., 61.) und Finja Rauprich (80.) zu einem ungefährdeten 9:0-Sieg genutzt wurden. FFV-Akteurin Kira Paulus war nach der Partie sehr zufrieden. Sie sagte: „ Wir wollten den nächsten großen Schritt in Richtung Meisterschaft machen und waren von Beginn an hellwach. Wir sind mit unserer ersten Aktion schnell in Führung gegangen und haben danach das Spiel sehr gut kontrolliert, immer wieder gute Chancen rausgespielt und einige sehenswerte Tore erzielt. Auch wenn unsere Chancenverwertung noch effizienter sein könnte, haben wir offensiv und defensiv wieder eine tolle Teamleistung abgeliefert“. Nun gilt es am kommenden Sonntag um 17 Uhr in Hechtsheim gegen den FC Willy Wacker zu gewinnen und so die Meisterschaft der Landesliga Nord einzufahren.

FFV INGELHEIM MARSCHIERT WEITER MIT BEIDEN TEAMS IN RICHTUNG MEISTERSCHAFT

Großwinternheim/ Nackenheim. Die beiden Frauenfußballteams des FFV Ingelheim 2025, haben am vergangenen Wochenende ihre beeindruckenden Serien ausgebaut. Nachdem in der Woche zuvor die zweite Mannschaft spielfrei war und das Spiel der ersten Mannschaft nicht stattfand, weil die SG Ingelheim/ Drais II, aus Personalmangel, zum Derby nicht angetreten war und kampflos die Punkte an den FFV I gingen, standen nun wieder Partien für beide FFV-Teams auf dem Spielplan. Die zweite Mannschaft ließ zu Hause der SG Ingelheim/ Drais III, mit einem 7:0-Sieg, nicht den Hauch einer Chance im Stadtderby. Die FFV-Erste deklassierte den Meister der Vorsaison, den 1. FC Nackenheim, auswärts mit 10:0. Weil die zweitplatzierte SG Kirn/ Kirn-Sulzbach beim SV Bretzenheim II nur zu einem 1:1 kam, benötigt der FFV nun nur noch fünf Punkte aus vier Spielen zur Meisterschaft der Landesliga Nord. Der FFV II muss noch einen Sieg aus drei Spielen einfahren, um den Titel der Bezirksliga Nord zu holen.

Lena Köhler, die im Derby ihr erstes Spiel für den FFV II machte, freute sich natürlich sehr. Sie sagte: „Ich fand das Spiel heute ganz gut, war am Anfang als ich eingewechselt wurde etwas nervös, aber habe mich recht schnell eingefunden. Ich fand es auch sehr gut, dass meine Mitspielerinnen mir so geholfen haben und Sachen erklärt haben. Ich habe mich am Ende sehr wohl gefühlt und bin beim nächsten Mal wieder voll dabei.“

Von Beginn an dominierte der FFV Ingelheim II das Stadtderby gegen die SG Ingelheim/ Drais III, die sich weitestgehend auf Torverhinderung eingestellt hatte und sehr viele lange Bälle spielte. Der FFV II ließ den Ball laufen und ging früh, durch einen nicht unhaltbaren Fernschuss von Nora Abel, mit 1:0 in Führung (14.). Kurz darauf wurde Nancy Daum am SG-Strafraum freigespielte und schob überlegt zum 2:0 ein (17.). Der FFV II blieb dominant und erspielte sich regelmäßig Torgelegenheiten. Es dauerte aber bis zur 35. Minute, bis Diana Kraus den Ball zum 3:0 ins Tor donnerte. Abel erhöhte mit dem Pausenpfiff noch zum 4:0-Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel blieben die FFV-Spielerinnen dominant, erspielten sich einige Torgelegenheiten und erhöhten durch Lena Schön (53.), Lea Rehn (72.) und erneut Kraus (83.) zum 7:0-Endstand. Das Team steht nun bei 21 Punkten und 33:0 Toren aus sieben Spielen und benötigt nur noch einen Sieg zur Meisterschaft der Bezirksliga Nord.

Eine genauso gute gute Bilanz, nämlich 48 Punkte und 99:3 Tore aus 16 Spielen, hat die erste Mannschaft des FFV Ingelheim 2025, nach dem 10:0-Sieg in Nackenheim. Auch in dieser Partie, in der Vorjahresmeister 1. FC Nackenheim alles reinwarf und sehr intensiv in die Zweikämpfe ging, war das FFV-Team sehr dominant und zeigte teilweise sehenswerte Kombinationen, mit toll herausgespielten Treffern. Das sah auch Michelle Baumann so, die nach einer Kreuzbandverletzung im vergangenen Jahr nun ihr Debüt für den FFV gab. Sie sagte: „In den ersten 15 Minuten war das Spiel, gegen körperlich gut dagegenhaltende Nackenheimer, recht ausgeglichen. Dann konnten wir unser gewohntes, taktisch überlegenes Spiel souverän aufziehen, haben sehr gut herausgespielte Treffer erzielt und letztendlich das Spiel dominiert.“

So auch als die sehr starke Abwehrchefin Antonia Schön einen gezielten Ball über die weit herausgerückte FC-Abwehr, genau in den Lauf von Anna Justen spielte, die alleine aufs Nackenheimer Tor zulief und überlegt zur 1:0-Führung einschob (24.). Auch dem 2:0 ging ein sehenswerter Pass von schön auf Ela Gürsoy voraus, die uneigennützig quer auf Julia Welsch legt und ihr so das 2:0 servierte (35.). Für das 3:0 war Schön dann selbst zuständig. Sie drückte eine Welsch-Ecke per Kopf ins Tor (35.). Lilly Rühlmann, die nach einer tollen Kombination von Emilia Weber bedient wurde (42.) und Gürsoy, die nach ebenso schönem Spielzug von Annabel Rink freigespielt wurde (45.), stellten dann noch auf 5:0 zur Pause.

Obwohl die Partie damit entschieden war, gaben die FFV-Akteurinnen weiter Gas und spielten sich so immer wieder zu guten Gelegenheiten durch. Torjägerin Rink stellte dann auch mit einem Doppelschlag (61., 65.) auf 7:0. Zu den Gratulantinnen auf dem Feld gehört auch Baumann, die kurz vorher zum lang ersehnten Comeback eingewechselt wurde. Sie sagte: „Für mich persönlich war das Spiel gegen den 1. FC Nackenheim der erste kurze Einsatz nach meiner einjährigen Verletzungspause. Mein Team hat mir mein Comeback sehr einfach gemacht und ich bin froh nach der langen Genesungsphase wieder auf dem Platz stehen zu dürfen.“

Die Partie verlief weiter einseitig und Justen (68.), Gürsoy (88.) und erneut Rink, die einen Elfmeter nach Foul an Weber verwandelte (90. +3) stellten den auch in der Höhe verdienten 10:0-Endstand her.

Am kommenden Wochenende stehen für beide Teams Heimspiele an. Der FFV II möchte am Sonntag ab 12:30 Uhr in Großwinternheim gegen die SG Kirn/ Kirn-Sulzbach II den Meistertitel endgültig klar machen und der FFV I trifft ab 17 Uhr in Großwinternheim auf den SV Ober-Olm II, um die ersten drei von den noch fünf zum Titel fehlenden Punkten einzufahren.

FFV Ingelheim siegt beim Tabellendritten

Mainz-Bretzenheim. Auf dem Weg zur ersehnten Meisterschaft der Frauenfußball Landesliga Nord, nahmen die Kickerinnen des FFV Ingelheim 2025 die nächste Hürde. Am vergangenen Sonntag siegte das noch immer verlustpunktfreie Team mit 7:0 beim drittplatzierten SV Bretzenheim und liegt mit nun 87:3 Toren, noch immer mit sechs Punkten Vorsprung auf die zweitplatzierte SG Kirn/ Kirn-Sulzbach, an der Tabellenspitze.

Der FFV dominierte in Bretzenheim von Beginn an und ging nach einer tollen Kombination über Anna Justen, Emilia Weber und Torschützin Ela Gürsoy mit 1:0 in Führung (3.). Kurz darauf setzte sich Weber erneut über rechts durch, zog in den SV-Strafraum und schob aus kurzer Distanz, überlegt, zum 2:0 ins kurze Eck (6.). Damit waren die Weichen sehr früh auf den nächsten Dreier gestellt.

Auch FFV-Winterneuzugang Nana-Awa Mamah sah ihr Team überlegen. Sie sagte: „Es war ein spannendes Spiel, das wir über weite Strecken gut kontrollierten. Bereits in der ersten Halbzeit waren wir sehr dominant, hatten jedoch einige unnötige Ballverluste.“

Bretzenheim beschränkte sich nach dem frühen 0:2-Rückstand überwiegend auf die defensive und machte die Räume sehr eng. Dennoch blieben die FFV-Spielerinnen konzentriert, kontrollierten die Partie und erhöhten noch vor der Pause durch Annabel Rink, die von der starken Weber freigespielt wurde (26.) und erneut Gürsoy (35.) auf 4:0.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Tabellenführerinnen auf dem Gaspedal und erspielten sich regelmäßig weiter Torgelegenheiten. Das sah auch Mamah so. Sie erklärte: „In der zweiten Halbzeit traten wir noch entschlossener auf und behielten klar die Führung im Spiel. Man hat deutlich gemerkt, dass wir als Team den Ehrgeiz hatten, unbedingt zu gewinnen, was ja auch sehr gut funktioniert hat. Am Ende wurden wir für unsere sehr gute Leistung mit vielen Toren und dem deutlichen Sieg belohnt.“

So auch als Rink ein Pass abfing und über die weit vor dem Tor stehende SV-Keeperin zum 5:0 einschoss (47.). Die eingewechselte Diana Kraus köpfte dann nach einer Ecke von Julia Welsch zum 6:0 ein (57.) und erneut Rink stellte nach schönem Pass von Gürsoy, per Fernschuss, den 7:0-Endstand her (67.).

Der Sieg, des in allen Belangen überlegenen FFV, war auch in der Höhe absolut verdient. Am Osterwochenende ist spielfrei, bevor es dann am Sonntag, 12.04.26 um 15:30 Uhr in Großwinternheim, zum Ingelheimer Stadtderby gegen die SG Ingelheim/ Drais II geht. Dort soll der nächste Sieg eingefahren werden.

BEIDE FFV-TEAMS GEWINNEN SPITZENSPIELE

Der bislang sportlich wichtigste Tag in der jungen Vereinsgeschichte des 2025 gegründeten Frauenfußballverein Ingelheim 2025 e.V., stand am vergangenen Sonntag auf dem Programm. Zunächst empfing die erste FFV-Mannschaft den Tabellenzweiten der Landesliga Nord, die SG Kirn/ Kirn-Sulzbach, zum Duell Erster gegen Zweiter und direkt im Anschluss war in der Bezirksliga Nord die zweitplatzierte FMSG Bretzenheim/ Waldböckelheim beim FFV Ingelheim II zu Gast. Beide FFV-Teams gestalteten die Partien erfolgreich und haben damit Riesenschritte in Richtung Meisterschaft gemacht.

Die Spielerinnen der FFV-Ersten waren von Beginn an hellwach und ließen den klar unterlegenen Gästen aus Kirn keine Chance. Immer wieder wurde gut nach vorne kombiniert, was zu einigen Torgelegenheiten führte. Doch zunächst wollte die Kugel nicht ins Kirner Tor. Schüsse von Torjägerin Annabel Rink (12., 21.) und Finja Rauprich (19.) wurden auf der Torlinie von einer Kirner Feldspielern geklärt. Auch ein toller Linksschuss von Mia Ermert fand nur den Weg an den Pfosten (22.).

Als dann Neuzugang Anna Justen, an einigen Kirnerinnen vorbei, über links in den Strafraum drang und gezielt auf die in Position gelaufene FFV-Kapitänin Julia Welsch quer legte, war es dann soweit. Welsch schob zur 1:0-Führung ein und die Abwehr war endgültig geknackt (31.). Die Spielführerin freute sich sehr über die tolle Leistung des FFV-Teams. Sie sagte: „Heute ging es für uns darum, den Punktevorsprung auszubauen. Wir waren von Anfang da, haben aber einige Chancen liegen gelassen. Nach 30 Minuten ist dann der Knoten geplatzt und wir haben uns belohnt. Wir haben das ganze Spiel über nichts zugelassen und waren klar das dominante Team. Ich, als Kapitänin, kann heute mit Stolz sagen, dass wir eine tolle Leistung als Team auf den Platz gebracht haben“.

Mit dem nächsten Angriff nach der Führung erhielt der FFV, nach klarem Handspiel einer Gästeakteurin, Elfmeter, den Rink sicher zum 2:0 verwandelte (38.). Lilly Rühlmann (39.) und Emilia Weber (40.), die nach tollen Kombinationen im Strafraum freigespielt wurden, erhöhten dann bis zur Pause noch auf 4:0 und die Partie war entscheiden.

Nach dem Wechsel blieben die Ingelheimerinnen auf dem Gaspedal und zeigten den zahlreichen Zuschauern tollen Fußball mit wunderschön herauskombinierten Treffern. Welsch (51.) und Rink (52., 60.) stellten auf 7:0 bevor Finja Rauprich eine Vorlage von Marie Assel zum 8:0 einschoss (65.). Ela Gürsoy besorgte dann den 9:0 Endstand (72.).

Der FFV-Sieg ging auch in dieser Höhe absolut in Ordnung und sorgt nun für sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten. Bei noch sieben ausstehenden Spielen ist das eine hervorragende Ausgangsposition, um am Ende die Meisterschaft und den Aufstieg in die Verbandsliga zu feiern.

Direkt im Anschluss galt es für die zweite Mannschaft des FFV Ingelheim, ihr Meisterstück zu machen. Mit der FMSG Bretzenheim/ Waldböckelheim gastierte nämlich der Zweitplatzierte der Bezirksliga Nord in Großwinternheim und man hatte die Chance den Vorsprung auszubauen.

Es entwickelte sich von Beginn an ein sehr gutes, schnelles und ausgeglichenes Bezirksliga-Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Beim FFV Ingelheim hatten Nana-Awa Mamah (26.)und Janina Schiffer (15.) die dicksten Gelegenheiten, vergaben aber freistehend. Doch auch Lea Krupp im FFV-Tor musste zweimal in höchster Not retten, tat das mit Bravour und hielt so den 0:0-Halbzeitstand fest (16., 20.).

Lena Schön, eine der FFV-Kapitäninen, beschrieb die Partie treffend. Sie sagte: „Das heutige Spiel war sehr intensiv und umkämpft für beide Seiten, da beide Mannschaften unbedingt gewinnen wollten. In der ersten Halbzeit konnten wir unsere Chancen leider nicht verwerten, standen jedoch defensiv stabil und hielten unser Tor sauber. Nach der Pause gelang es uns, mehr Druck aufzubauen und schließlich den entscheidenden Treffer zu erzielen. Insgesamt war es ein hartes Spiel, das wir am Ende für uns entscheiden konnten.“

Genau so war es. Der FFV Ingelheim II kam dominanter aus der Kabine, als im ersten Durchgang und erspielte sich ein deutliches Chancenplus. So scheiterte beispielsweise Lena Schuck mit einem tollen Flachschuss am Pfosten (63.). Als dann in der 71. Minute FFV-Mittelfeldspielerin Nora Abel mit letztem Einsatz einem Ball im Strafraum nachsetzte und mit der Gästetorhüterin zusammenrauschte, sprang die Kugel zur völlig freien Schuck, die sicher zum 1:0 einschob (71.) und damit zur Matchwinnerin avancierte. Es passierte nämlich nichts mehr und so holte auch die zweite FFV-Mannschaft die drei Punkte im Topspiel. Mit nun acht Punkten Vorsprung und nur noch vier zu bestreitenden Partien, ist den Ingelheimerinnen die Meisterschaft wohl nur noch sehr schwer zu nehmen.

BEIDE FFV-TEAMS STARTEN MIT AUSWÄRTSSIEGEN IN DIE RÜCKRUNDE

Kirn/ Worms. Nach einer langen Winterpause starteten die beiden Frauenfußballteams des FFV Ingelheim 2025 am vergangenen Wochenende mit Auswärtsspielen in die Rückrunde. Beide Teams kamen dabei mit souveränen Siegen ihrem Ziel, am Ende Meister zu werden, ein Stück näher. Die zweite FFV-Mannschaft siegte am Samstag in der Bezirksliga Nord bei der Zweitvertretung der SG Kirn/ Kirn-Sulzbach mit 7:0 und das erste Team war am Sonntag in der Landesliga Nord mit 4:0 bei VfR Wormatia Worms II erfolgreich.

Winterneuzugang Mana Nemati, die ein Treffer zum 7:0 Sieg in Kirn beisteuerte (0:4/ 67.) war glücklich über ihren Start mit dem FFV II. Sie sagte: „ Nachdem ich schon länger kein Spiel mehr hatte, bei dem ich im Feld gespielt habe, war der erste Gedanke den ich hatte: „Endlich!“. Das war mein erstes richtiges Spiel für Ingelheim und dann gleich ein Tor, ich bin zufrieden mit der Leistung.“

Besagte Leistung war auch gut. Die FFV-Mädels waren von Beginn an dominant, spielten allerdings zunächst etwas unsauber und zu kompliziert. Außerdem wurde bei mehreren hochkarätigen Torchancen zu unüberlegt uns hastig abgeschlossen, sodass es bis zur 32. Minute dauerte, bis Diana Kraus den FFV mit 1:0 in Führung schoss. Der Treffer gab Sicherheit und Kraus legt direkt das 2:0 nach (35.). Nach der Pause wurde das Spiel der Ingelheimerinnen strukturierter und alles spielte sich vor dem Tor der Kirner ab. Erneut Kraus (62.), Nemati (67.), Zoe Klumb (81.), Janina Schiffer (85.) und Nora Abel (87.) legten noch Treffer zum hochverdienten 7:0-Sieg nach. Auch für Schiffer und Klumb waren die Tore ihre ersten Treffer im ersten Spiel für den FFV. Mit diesem Sieg steht der FFV Ingelheim II nun mit 15 Punkten aus 5 Spielen und 25:0 Toren weiterhin an der Spitze der Bezirksliga Nord.

Die erste Mannschaft des FFV wurde in Worms vor eine zu knackende Defensivnuss gestellt. Der VfR II verteidigte auf dem engen, kurzen und stumpfen Kunstrasen massiv mit einer Fünferkette und war von Beginn an auf Tore verhindern eingestellt. Doch die Ingelheimerinnen blieben ruhig und spielten in vielen Situationen ihre fußballerische Überlegenheit aus, was am Ende zu vier Toren und sehr vielen Torgelegenheiten führte. Das sah auch FFV-Akteurin Lea Rehn so. Sie sagte: „Wir sind sehr gut in die Partie reingekommen, haben direkt Druck gemacht und sind so recht früh 2:0 in Führung gegangen. Es war nicht das Beste Spiel von uns aber wir haben den Kampf angenommen und zurecht gewonnen.“ Das frühe 1:0 fiel, als Lilly Rühlmann über halblinks in den Wormser Strafraum geschickt wurde und aus spitzem Winkel mit links die Unterkante der Latte traf. Den von dort abspringenden Ball drückte Torjägerin Annabel Rink sicher zur Führung in die Maschen (7.). Kurz darauf war es dann Rühlmann selbst, die einen Querpass nur noch aus fünf Metern zum 2:0 einschieben musste (12.). In der Folge dominierte Ingelheim das Spiel, ließ defensiv nichts zu und wurde vorne immer wieder gefährlich. Sehenswert passte beispielsweise Marie Assel den Ball, flach durch die Wormatia-Abwehrkette, auf Rink, die zum 3:0-Halbzeitstand einschoss (37.). Die Partie war damit gelaufen. In der zweiten Hälfte blieb der FFV zwar sehr dominant, blieb aber immer wieder an der Wormser Abwehr, oder an der sehr starken Torhüterin hängen. Rehn erklärte: „Leider haben wir uns nach der Pause ein wenig dem Gegner angepasst, sind unsauber im Passspiel geworden, haben die Zweikämpfe verloren und unsere Torchancen nicht genutzt. Letztendlich sind wir froh, dass wir das Spiel 4:0 gewonnen haben und die drei Punkte um die Meisterschaft mitnehmen konnten. Natürlich bin ich froh, dass ich mit meinem Tor dazu beitragen konnte.“ Besagtes Tor war das einzige der zweiten Hälfte und sorgte für den 4:0-Endstand (87.). Der FFV Ingelheim steht nun mit 36 Punkten aus zwölf Spielen und 71:3 Toren weiterhin an der Spitze der Landesliga Nord.

Am kommenden Sonntag ist Spitzenspieltag inGroßwinternheim und beide Teams des FFV Ingelheim 2025 haben die Möglichkeit im Duell Erster gegen Zweiter einen entscheidenden Schritt in Sachen Meisterschaft zu machen. Die erste Mannschaft empfängt um 15:30 Uhr dem Tabellenzweiten SG Kirn/ Kirn-Sulzbach und möchte mit einem Sieg den Vorsprung auf beruhigende sechs Punkte ausbauen. Die zweite Mannschaft empfängt danach, um 17:30 Uhr ebenfalls den ärgsten Verfolger, die FMSG Bretzenheim/ Waldböckelheim und könnte mit einem Sieg auf acht Punkte Vorsprung davonziehen. Bei dann nur noch vier ausstehenden Spielen, wäre das wohl die Entscheidung im Titelkampf.

Zweite Mannschaft des FFV Ingelheim holt Herbstmeisterschaft. Erste Frauen siegt 11:0.

Großwinternheim. Am vergangenen Sonntag standen die jeweils letzten Partien der beiden Frauenteams des FFV Ingelheim 2025 an. Hierbei ging es für die zweite Mannschaft, in der Bezirksliga Nord, um die Herbstmeisterschaft und die erste Mannschaft wollte das Auftaktspiel der Rückrunde gewinnen und so das Jahr mit ausschließlich Siegen beenden. Beides gelang souverän. In der Bezirksliga wurde die DSG Breitenthal II klar mit 5:0 geschlagen und so die Herbstmeisterschaft eingetütet. In der Landesliga gab es ein dominantes und verdientes 11:0 gegen die FSG Wörrstadt/ Saulheim II und die Jahres-Endbilanz von 33 Punkten aus 11 Spielen und einem Torverhältnis von 67:3.

Die DSG Breitenthal II spielt als sogenanntes Flex-Team und darf immer im Vorfeld einer Partie wählen, ob sieben, acht oder neun Spielerinnen pro Team auf dem Feld stehen. Gegen den FFV II war die DSG II personell sehr dünn besetzt und wählte ein Spiel sieben gegen sieben von 16er zu 16er. Das das für die Mädels, die in der Regel mit neun gegen neun oder elf gegen elf spielen etwas ungewohnt war, beschreibt FFV-Akteurin Melissa Lippe. Sie sagte: „Für uns war es zunächst ungewohnt, zum ersten Mal im 7-gegen-7 anzutreten. Die neuen Raumaufteilungen richtig einzuschätzen und unser Spiel entsprechend anzupassen, stellte eine besondere Herausforderung dar.“ Allerdings war sie auch stolz auf ihr Team, wie diese Herausforderung gemeistert wurde: „Mit einer starken Teamleistung und großer Laufbereitschaft gelang es uns, einige schöne Tore herauszuspielen und das Spiel bereits zur Halbzeit für uns zu entscheiden. Auch wenn nicht alles so lief, wie wir uns das vorgestellt hatten, können wir sehr stolz auf unsere Leistung sein.“

Die angesprochenen FFV-Tore waren in der Tat meist Produkte toller Kombinationen. Beim 1:0 durch Emma Hofmann kombinierten sich Lena Schuck und Nora Abel über rechts durch, von wo der Ball quer auf Hofmann gepasst wurde, die dann sicher eindrückte (9.). Als kurz darauf Vanesa Bösel das 2:0 folgen ließ (14.), waren die Weichen schon früh auf Herbstmeisterschaft gestellt. Ein Doppelpack der schnellen Schuck, die von den Gegnerinnen nicht zu kontrollieren war, sorgte dann für den beruhigenden 4:0 Halbzeitstand (38., 40.). Nach der Pause blieben die Gastgeberinnen dominant, kamen aber lediglich noch zu einem Treffer durch Grace Castro, die den 5:0-Endstand und die Herbstmeisterschaft klar machte (82.). Der FFV Ingelheim II beendet so das Jahr 2025 mit maximal möglichen 15 Punkten aus fünf Spielen und mit einem Torverhältnis von 20:1.

Auch die erste Mannschaft des FFV war den Gegnerinnen der FSG Wörrstadt/ Saulheim II in allen Belangen überlegen. Schnelles und präzises Kombinationsspiel, hohe Laufbereitschaft und geschlossenes, intensives Pressing gegen den Ball sorgten für eine dominante Partie und viele Tore und Torgelegenheiten. Annabel Rink besorgte mit einem Doppelpack eine sichere 2:0-FFV-Führung (13., 20.) und bediente dann koch zweimal Sturmpartnerin Julia Welsch die so noch vor der Pause auf 4:0 erhöhte (38., 39.). Schon bis dahin hätten die Ingelheimerinnen durchaus höher führen können, doch die starke FSG-Torhüterin Katharina Nauth und mehrfach der Pfosten, verhinderten einige weitere FFV-Treffer.

Nach der Pause war es dann erneut Welsch, die mit einem sehenswerten direkt verwandelten Freistoß von rechts außen hoch ins lange Ecke, auf 5:0 stellte (56.). Erneut Rink (65.) und Lea Rehn (69.) stellten dann schnell auf 7:0, bevor Sechserin Finja Rauprich ihre Pechsträhne im Abschluss beendete und aus zwanzig Metern satt zu ihrem ersten Saisontor und dem 8:0 einschoss (75.). Nicht weniger sehenswert war das 9:0. Die gut aufgelegte Angelia Drewicke wurde auf halblinks freigespielt und zimmerte dem Ball aus 17 Metern fest und unhaltbar unter die Latte (77.). Danach war dann noch Zeit für zwei besondere Treffer. Amelie Zoschke behauptete im gegnerischen Strafraum gegen drei Gegenspielerinnen den Ball und schoss aus zwölf Metern zum 10:0 für den FFV ein (81.). Eine tolle Leistung in ihrem erst zweiten Fußballspiel überhaupt. Auch Ela Gürsoy, die nach langer beruflicher Abwesenheit ihr Comeback für den FFV gab feierte dann noch Torpremiere in ihrem ersten Saisonspiel. Nach tollem Doppelpass mit Rauprich war Gürsoy allein durch und schob sicher zum 11:0-Endstand ein (88.). Natürlich war das ein Einstand nach Maß für die flinke Außenspielerin. Sie sagte: „Ich finde das war ein sehr starkes und dominantes Spiel von uns. Wir haben uns schöne Tore rausgespielt und klar gezeigt, dass wir das bessere Team auf dem Platz sind. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, jetzt auch nach längerer Pause wieder auf dem Platz zu stehen. Das Team ist echt super und als Mannschaft funktionieren wir sehr gut zusammen, wie man ja auch heute gesehen hat. Ich denk wir hätten sogar noch ein paar mehr Tore machen können.“

Erste Frauenmannschaft des FFV Ingelheim wird mit 12:0-Sieg Herbstmeister!

Großwinternheim. Am letzten Vorrundenspieltag der Frauenfußball Landesliga Nord galt es für die Kickerinnen des FFV Ingelheim die Herbstmeisterschaft einzutüten und die Hinserie mit weißer Weste abzuschließen. Das gelang mit einem 12:0-Heimsieg gegen den SC Lerchenberg mit Bravour, so dass nach 10 Spielen die maximale Ausbeute von 30 Punkten und ein Torverhältnis von 56:3 stehen, was die Spielerinnen auch fröhlich feierten.

Larissa Mandel, die in dieser Partie für den FFV debütierte, konnte sich so über einen sehr gelungen Einstand freuen. Sie sagte: „Wir waren von Anfang an die klar dominante Mannschaft und konnten durch die schnellen Tore ruhig, seriös und souverän unser Spiel durchziehen. Durch effizientes Nutzen der Torchancen und starke Spielzüge, kam dann das hohe Ergebnis zustande.  Für mich persönlich war das also ein gelungener und dankbarer Einstand und fürs Team die verdiente Herbstmeisterschaft.“

Diese Analyse traf die Partie auf den Punkt. Vom Start weg, attackierten die FFV-Mädels hoch und ließen dem SCL keine Zeit Bälle zu verarbeiten, oder klare Aktion durchführen zu können. Im eigenen Ballbesitz kombinierten die FFV-Spielerinnen scharf, schnell und präzise, so dass sich ein extrem druckvolles Spiel auf das Lerchenberger Tor ergab und Annabel Rink schon früh, nach super Pass von Finja Rauprich, zur 1:0-FFV-Führung traf (3.). Als kurz darauf Antonia Schön eine scharfe Ecke von Julia Welsch zum 2:0 einköpfte (10.), waren schon sehr früh die Weichen auf Herbstmeisterschaft gestellt.

Und die Ingelheimerinnen blieben auf dem Gaspedal. Immer wieder wurden schnell die Seiten verlagert, tolle Kombinationen durchs Zentrum gespielt und es kam fast im Minutentakt zu Torabschlüssen. Es war unheimlich viel Engagement und Bewegung im

FFV-Angriffsspiel, was zu sechs weiteren Gastgeber-Treffer vor dem Seitenwechsel führte. Torschützin dieser Treffer zum drei bis acht zu null war ausschließlich Rink, die es aber von ihren Mitspielerinnen leicht gemacht bekam und oft nur noch eindrücken musste. So sammelten Emilia Weber (17., 45.+2), Angelia Drewicke (23.), Lea Rehn (36.), Lilly Rühlmann (41.) und Rauprich (44.), die ihre Stürmerin teils sehenswert bedienten, fleißig Punkte für die Scorerliste, in der bekanntlich jedes Tor und jede Vorlage berücksichtigt wird.

Rink, die dann im zweiten Durchgang, nach zwei weiteren tollen Vorlagen von Weber (51., 53.), schnell auf 10:0 gestellt hatte, war nach den vergangenen Wochen, in denen sie, auf Grund einer Verletzung, nur sehr dosiert eingesetzt werden konnte, überglücklich über die Herbstmeisterschaft und die tolle Unterstützung ihrer Teamkameradinnen. Sie sagte: „Ich bin sehr glücklich nach meiner Verletzungspause wieder so zurückgekommen zu sein und bin dem Team sehr dankbar für die super Vorlagen, die ich am Ende verwandeln durfte.“

Marie Assel, die nach einer Ecke aus dem Rückraum Maß nahm und zum 11:0 einschoss (56.) und Nora Abel, die auf Weber-Flanke zum 12:0-Endstand traf (83.), machten dann das Dutzend voll.

Mit Mandel und Rühlmann gaben zwei Spielerinnen am Sonntag ihr Debüt für den FFV und Amelie Zoschke debütierte nicht nur für den FFV, sondern stand sogar zum ersten mal bei einem Fußballspiel über den gesamten Platz auf dem Feld, machte ihre Sache gut und hatte sogar mit einem Torabschluss, nach gutem Dribbling Pech, an der Torhüterin zu scheitern (69.). Zoschke sagte zu ihrem ersten Spiel: „Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, das erste Mal mit den anderen (und generell das erste Mal) zu spielen, auch wenn ich noch eine Menge lernen muss, was  zum Beispiel die Taktik angeht. Man hat gesehen, dass da wirklich gute Spielerinnen auf dem Platz stehen. Insgesamt war das ein starkes Spiel von uns, das wir auch in der Höhe verdient gewonnen haben.“

Am kommenden Sonntag stehen dann die beiden letzten Spiele des Jahres 2025 für die Teams des FFV Ingelheim 2025 an. In der Bezirksliga empfängt unsere 2. Mannschaft, um 13 Uhr in Frei-Weinheim, die DSG Breitenthal II und kann dort mit einem Sieg, schon im vorletzten Spiel der Hinrunde, ebenfalls Herbstmeister werden. Die 1. Mannschaft empfängt in der Landesliga, um 15:30 Uhr in Großwinternheim, die SG Saulheim/ Wörrstadt II und möchte mit einem Sieg erfolgreich in die Rückrunde starten und das Jahr 2025 ohne Punktverlust beenden.

Marie Assel behält die Nerven und verwandelt späten Elfer zum 3:2-FFV-Sieg

Großwinternheim. Am zehnten Spieltag der Frauenfußball Landesliga Nord stand mit dem TV Albig ein kampfstarker und unangenehm zu bespielender Gegner auf der Agenda der Fußballerinnen des FFV Ingelheim 2025. Das am Ende ein knapper 3:2-Heimsieg für die Ingelheimerinnen stand, war zwar hochverdient, aber letztendlich doch eine ganz schöne Zitterpartie.

FFV-Neuzugang Lilly Rühlmann, die erstmals im Spieltagskader stand, aber noch nicht eingesetzt werden konnte, fasste die Partie treffend zusammen. Sie sagte: „Das Spiel war voll mit wirklich sehr guten Spielzügen von uns. Wir haben gezeigt, was wir taktisch alles können. Leider hat uns im letzten Drittel manchmal der Mut, oder einfach das letzte bisschen Glück gefehlt.“

Der in Bestbesetzung angetretenen Vizemeister aus der vergangenen Saison, der TV Albig, haute sich von Beginn an in die Zweikämpfe und versuchte immer wieder das FFV-Aufbauspiel zu stören, was die Gastgeberinnen allerdings nicht aus der Ruhe brachte. Zwar benötigten die FFV-Kickerinnen ein wenig, um sich freizuspielen, doch nach acht Minuten landete die erste schöne Kombination bei Annabel Rink, die am Pfosten scheiterte. Kurz darauf war erneut Rink der Endpunkt eines tollen FFV-Spielzuges, zielte diesmal etwas genauer und schoss den Ball aus 16 Metern gezielt, flach zur 1:0-Führung ins linke Toreck (13.).

Die sehr gut aufgelegte Sechserin des FFV, Marie Assel, äußerte sich insgesamt sehr positiv zur Partie. Sie sagte: „Wir kamen gegen eine defensiv starke und sehr auf Konter ausgerichtete Mannschaft etwas schwer ins Spiel und mussten immer defensiv aufmerksam sein und als Team gut zurück arbeiten, um nichts zuzulassen. Offensiv haben wir gut gespielt, uns einige Chancen erarbeitet, aber heute auch nicht so das Spielglück gehabt. So Spiele gibt es halt manchmal.“

Nach der Führung blieben die Gastgeberinnen dominant, schafften es aber zunächst nicht,  ein zweites Tor zu erzielen. Julia Welsch (15., 19.), Emilia Weber (9., 11.), Finja Rauprich (27.) und Rink (9., 22., 33.), scheiterten vor und nach der Führung mehrfach knapp. Nach einem schöne Pass von Rink, auf die gute linke Schienenspielerin Angelia Drewicke, passierte es dann allerdings doch. Drewicke ging an TV-Keeperin Saskia Kleinwächter vorbei und schob aus spitzem Winkel zum 2:0 für den FFV Ingelheim ein (38.). Diese Führung wurde von Rauprich fast noch vor der Pause ausgebaut, doch ihr toller 20-Meter-Schuss wurde von Kleinwächter mit großer Mühe pariert und Rinks Nachschuss zischte knapp am langen Eck vorbei (43.). So ging es mit einer verdienten 2:0-Führung in die Halbzeitpause.

Im zweiten Durchgang änderte sich nichts. Die FFV-Kickerinnen kontrollierten die Partie, blieben dominant, versäumten es aber, das 3:0 zu erzielen. Antonia Schön  verfehlte nach einer super Rauprich-Ecke  haarscharf per Kopf (53.) und Rink feuerte kurz darauf die Kugel aus 18 Metern an die Unterkante der Torlatte, von wo der Ball auf die Torlinie und wieder raus sprang (54.).

Als sich dann die sehr starke FFV-Innenverteidigerin Mia Ermert ihren einzigen Fehler leistete, schnappte sich Albig-Stürmerin Nicolina Prostka die Kugel, zog alleine auf das Ingelheimer Tor und vollstreckte zum 1:2-Anschlusstreffer für den TV. Die Partie war damit wieder offen, wobei weiterhin der FFV klar dominierte, sehr schön kombinierte, aber immer wieder die sich bietenden Gelegenheiten vergab. Beispielsweise Rink, die nach tollem Pass von Marie Assel, die Kugel völlig allein vor Kleinwächte nicht versenkte (66.). Oder Assel, die mit einem satten Fernschuss (68.) und einem sehr schönen Freistoß, nach hartem Foul an der dann verletzt ausgewechselten Diana Kraus (74.), das Gehäuse um Zentimeter verfehlte.

Und dann passierte, was so oft beim Fußball vorkommt. Dem TV Albig boten sich noch zwei Torgelegenheiten. Die erste klärte die starke FFV-Abwehrchefin Antonia Schön noch sehenswert, in höchster Not auf der Torlinie (82.), doch beim nächsten mal war der Ball zum 2:2-Ausgleich im Tor. Chiara Puci wurde von rechts bedient und schob sicher für den TV Albig ein (84.). Assel war von dem Spielverlauf nicht überrascht. Sie erklärte: „Das passt dann auch zu so einem Spiel, dass man sich auch noch zwei Tore einfängt. Toni hat ja zuerst noch super auf der Linie gerettet, aber irgendwann war es dann doch passiert. Allerdings haben wir dann als Team stark reagiert, trotzdem weiter an uns geglaubt und wollten versuchen, trotz des Gegentores kurz vor Schluss, noch zu gewinnen.“

Und die Mädels des FFV Ingelheim zeigten, dass sie nicht nur eine fußballerisch gute Mannschaft sind, sondern auch tollen Teamgeist und einen super Charakter haben. Sofort wurde der Schalter umgelegt und sich als Gemeinschaft gegen den drohenden Punktverlust gewehrt. So setzten Drewicke und Welsch ihre Gegenspielerinnen so stark unter Druck, dass Welsch mit großem Willen und starkem Körpereinsatz den Ball stehlen konnte, in den Albiger Strafraum eindrang und die TV-Abwehrspielerin zu einem klaren Foul zwang. Der gute Schiedsrichter Peter Orth entschied sofort und völlig berechtigt auf Elfmeter für den FFV (86.). Rühlmann war von dem Kampfgeist ihres Teams begeistert. Sie sagte: „Wir haben uns durch die zwei Gegentoren leider in eine enge Situation gebracht. Doch wir blieben weiter dran und konnten uns durch den souverän verwandelten Elfmeter dann noch belohnen. Wir haben gezeigt, wie wir mit Rückschlägen umgehen, weiter unser Spiel machen und nicht den Kopf hängen lassen. Das war eine sehr gute Teamleistung heute.“

Für das von Rühlmann angesprochene, souveräne verwandeln, war die in dieser Partie bärenstarke Marie Assel zuständig, die sich so, nervenstark, den verdienten Lohn für ihre Leistung abholte und dem Team den am Ende sicherlich absolut verdienten 3:2-Siegtreffer bescherte. Den fälligen Elfmeter schob sie nämlich flach, hart, platziert und unhaltbar ins linke Eck (87.). Assel sagte zur entscheidenden Szene: „Zunächst geht ein Kompliment an Julia, die den Elfer mit großem Willen und mega stark rausgeholt hat. Zum Elfmeter selbst muss ich sagen, dass ich mir schon sicher war ihn zu verwandeln, aber schon auch wusste, dass es wahrscheinlich unsere letzte Chance ist, dass Spiel zu gewinnen. Als er dann drin war, habe ich mich natürlich gefreut, war erleichtert und habe gehofft, dass wir hinten nichts mehr zulassen, was ja auch geklappt hat.“

Der FFV behält so weiterhin die Tabellenführung der Landesliga Nord, mit maximal möglichen 27 Punkten aus neun Spielen. Nun steht am kommenden Sonntag um 15:30 Uhr die Heimpartie in Großwinternheim gegen den SC Lerchenberg an. Hier gilt es sich die Herbstmeisterschaft zu sichern.