FUSSBALLERINNEN DES FFV INGELHEIM SIND LANDESLIGA-MEISTER

6. Mai 2026

Großwinternheim/ Hechtsheim. Am drittletzten Spieltag der Frauenfußball Landesliga machte die erste Mannschaft des FFV Ingelheim 2025, mit einem eindrucksvollen 11:1-Sieg beim FC Willy Wacker in Hechtsheim, die Meisterschaft klar und steigt in die Verbandsliga auf. Damit sind beide Teams des im Jahr 2025 gegründeten Vereins direkt in ihrer ersten Saison Meister geworden. Auch die zweite Mannschaft, die bereits letzte Woche den Bezirksligatitel eingefahren hatte, gewann ihr Spiel am vergangenen Samstag bei der DSG Breitenthal II mit 1:0 und ist damit weiterhin ohne Gegentor.

Drei Matchbälle hatten die FFV-Mädels, um den Titel in der Landesliga klarzumachen und bereits der erste wurde genutzt. Beim FC Willy Wacker waren die Ingelheimerinnen von Beginn an spielbestimmend und darauf aus die Meisterschaft einzufahren. Die Gegnerinnen waren völlig chancenlos und wurden sehenswert auseinandergespielt. Bereits nach sieben Minuten hatten die FFV-Stürmerinnen Julia Welsch (3.) und Annabel Rink (5., 7.) eine 3:0-Führung herausgeschossen und so schon früh die Weichen auf Titel gestellt. Allerdings folgte dann vor der Pause nur noch das 4:0 durch Rink (22.), was für einen beruhigenden Pausenstand sorgte. FFV-Spielerin Anna Justen beschreibt die Partie treffend. Sie sagte: „Wir haben die Vorgaben der Trainer, wie Willy Wacker zu knacken ist, gleich zu Beginn super umgesetzt und schon früh sehr komfortabel geführt. Dann ist es etwas abgeflacht, ein paar Abspielfehler, lange Bälle, einfach nicht mehr so zwingend. Die Auswechslungen in der Halbzeit haben dann nochmal Schwung gebracht.“

Nach der Pause nahmen die FFV-Mädels nämlich nochmal richtig Fahrt auf. Michelle Baumann (51., 60.) erzielte auf Vorlage der starken Justen ihre beiden ersten Tore für Ingelheim, musste aber mit ihren Mitspielerinnen das zwischenzeitliche 1:5-Anschlusstor durch Antonia Hornberg (55.) schlucken. Der FFV Ingelheim blieb allerdings haushoch überlegen und vor allem Rink erwischte einen Sahnetag. Mit ihren Saisontreffern 47 bis 50 stellte sie auf 10:1 (67., 78., 82., 86.), bevor Welsch mit eunem sehenswerten Fernschuss den 11:1-Endstand besorgte (90. +2). Justen beschreibt die zweite Halbzeit so: „Obwohl der Gegner tief stand, haben wir geduldig die Lücken gesucht und viele Tore sehr schön herausgespielt. Das Gegentor konnte die Laune mit der vorzeitigen Meisterschaft dann auch nicht mehr trüben. Wenn man Hin- und Rückspiel vergleicht, ist zu erkennen, dass die Mannschaft sich nochmal deutlich weiterentwickelt hat.“

Für den FFV Ingelheim ist der Titelgewinn das Erreichen des geplanten Ziels. Die Art und Weise wie dieser Titel erreicht wurde ist allerdings beeindruckend. Das sehen auch die beiden Trainer Ralf Assel und Björn Peters so. Sie sagen: „Wir sind sehr stolz auf die Mannschaft, weil sie es geschafft hat in jedem Spiel die Favoritenrolle anzunehmen und die Partien meist eindrucksvoll gewonnen hat. Wir haben es geschafft uns im Saisonverlauf immer weiter zu steigern und unser Spiel immer weiter verbessert. Die Art und Weise wie wir Tore herauskombinieren und die Spiele dominiert haben war stark und wir freuen uns schon jetzt mit den Spielerinnen in der Verbandsliga zu spielen.“

Auch Justen, die erst im Saisonverlauf zum FFV stieß, ist von der bisher mit ausschließlich Siegen verlaufenden Saison beeindruckt: Sie sagt: „Mich freut der Titelgewinn insbesondere für all diejenigen, die um die Mannschaft herum agieren und alles möglich machen und natürlich auch für jede einzelne Spielerin, die dazu beigetragen hat, eine solche Saison zu spielen. Es galt in jedem Spiel fokussiert und torhungrig zu sein, und den Willen zu haben, sich wirklich ohne Ausnahme gegen alle Gegner durchsetzen zu wollen. Das wirkt immer ganz leicht, ist es oft aber gar nicht. Das erste Saisonziel ist eingetütet. Jetzt wollen wir uns noch den Pokal holen und nächstes Jahr in der Verbandsliga voll angreifen.“

Die zweite Mannschaft des FFV war bereits am Samstag im Einsatz und setzte sich im Auswärtsspiel bei der gut kämpfenden DSG Breitenthal verdient mit 1:0 durch. Die FFV-Kickerinnen erspielten sich eine Vielzahl großer Torgelegenheiten, vergaben aber meist und bekamen noch dazu zwei vermeintliche Treffer vom Schiedsrichter aberkannt. Lena Schuck war dann die Schützin des goldenen Tores (62.) und sorgte damit für den Erhalt der weißen Weste. 27 Punkte und 37:0 Tore ist die Bilanz des FFV Ingelheim II und es gibt die Chance auf eine perfekte Saison mit nur Siegen und ohne Gegentor. Hierzu fehlt noch ein Sieg im letzten Saisonspiel gegen den TuS Pfaffen-Schwabenheim, am Mittwoch um 19:30 Uhr in Großwinternheim. Zum Spiel in Breitenthal sagte FFV-Spielerin Cindy Hoebeke: „Ich habe gestern als zentrale Mittelfeldspielerin, in der ersten Halbzeit, auf einer für mich ungewohnten Position gespielt und habe etwas Zeit gebraucht, um mich dort reinzufinden. Da wir aber schon die Meisterschaft in der Tasche hatten, war es eine super Gelegenheit auch mal woanders zu spielen und es hat richtig Spaß gemacht. Trotz insgesamt ungewohnter Besetzung in unserer Mannschaft haben wir das Spiel weitestgehend kontrolliert und ein gutes Spiel gemacht.Dabei haben es mir die Gegnerinneren mit ihrem starken Köpereinsatz im Zweikampf oft schwer gemacht, sind aber immer fair geblieben.“